Das Modellflugzeugprojekt – Teil 3

Los geht ’s

…Löten

Akku sowie Regler und Motor kamen ohne Stecker und wollten mit den dazu gekauften Steckern verbunden werden. Da ich hier nur ein uraltes verrostetes Stück von Lötkolben habe, bin ich also zu Conrad und habe da das Hausmarke-billig-Einsteiger-mit-allem-dabei-Set für ’n Zehner gekauft.

Da sich meine Erfahrung mit Löten auch in Grenzen hält, hatte ich natürlich vergessen, dass man zusätzlich noch 2 weitere Hände braucht, damit man Stecker, Kabel, Lötzinn und Lötkolben auch gleichzeitig festhalten kann. Zusätzlich sollte ich feststellen, dass die Kabel am Regler zu dick sind. Die Heizleistung des Lötkolbens war schlichtweg zu klein. Logisch. war ja klar. Das bedeutet übrigens nicht, dass man sich nicht trotzdem mörderisch verbrennen kann! (Grrrrr…) Einen Abend lang fluchen und meckern hat es dann gebraucht, bis alles fest war – sogar die Stecker am Regler.

Merke: Nächstes Mal lieber 70EUR mehr investieren und ’ne einstellbare Lötstation zusammen mit einer Haltevorrichtung (und/oder Handschuhen) kaufen.

Übrigens sollte man verdammt aufpassen, dass man am Akku beim Löten keinen Kurzschluss verursacht. Ich habe gehört, dass das ganz doll eklig sein soll. Auch soll es wie Silvester sein, wenn so ein LiPo-Akku dann abbrennt…

Die Stecker

Sehr hilfreich ist es, wenn man den Akku gar nicht erst falsch gepolt an den Regler anschließen kann. Das ist ganz einfach, indem man einen Pol mit weiblichem Stecker und den anderen mit männlichem Stecker versieht. Andere Seite natürlich dann anders herum.

Start. Die Tragfläche.

Im Zuge der Überlegungen hatte ich mich für das Tragflächenprofil MH42 entschieden. Warum? Weiß ich nicht mehr. Ich hatte mich lange durch alle möglichen Webseiten geklickt, Profilpolaren angeguckt und überlegt, wo man mit einfachen Berechnungen anfangen soll. Modellgeschwindigkeit? Gesamtgewicht? Einstellwinkeldifferenz? Stecken geblieben im Dschungel unendlich vieler Tragflächenprofile war ich dann etwas angenervt, planlos und habe mich spontan für besagtes MH42 entschieden.

Also ausgedruckt, aufgemalt und ausgeschnitten.

Profil für die Tragfläche

Das Ganze sieht dann so aus und soll so ähnlich befestigt werden.

Profile mit den Kohlefaserstäben

Als Tragfläche habe ich einfach die komplette Platte von 900mm genommen, auf einer Seite mit einem Streifen Klebeband beklebt und über eine Kante gebogen. Weil der Knickradius noch zu groß war, noch schnell einen kleinen Streifen herausgeschnitten und gut. Das Klebeband ist wichtig, damit die Depronplatte nicht einreißt und dann einfach durchbricht.

Also die Rippen mit Epoxy festkleben und aus Sicherheitsgründen (und für ’s Gewissen) vorher die Oberfläche etwas anschleifen. Zufällig sind die Kohlefaserstangen etwa so dick wie die Rippen. Sie passen sich also super ein.

Tragflächenskelett im Verkleidungsmantel

Ich habe mal gefragt, wie man Kohlefaser am besten bearbeitet. Anreißen und durchbrechen ist vielleicht für flaches Vollmaterial geeignet, aber nicht für Hohlprofile, wie man sich hätte denken können. Aber es war spät…

Kohlefaserstab am Ende

Nächstes Mal versuche ich die Metallsäge. Das scheint besser zu funktionieren. Nichts desto trotz lässt sich ja mit genug Epoxy alles flicken. 🙂

Jetzt noch schnelle ein bisschen (Glasfaser-) Tape an der Hinterkante verbaut, damit ich dann später schon ein Gelenk für die Querruder habe und schon ist ’s fast fertig.

Tape für Tragfläche

Dann noch ordentlich anschleifen, knicken und zusammenkleben. Auf dem glatten Klebeband hält das Harz nicht so gut!

Zusammendrücken der Ummantelung

Das Kleben war echt ätzend, weil die Fläche so groß, der Kleber so schnell hart und alles irgendwie nicht gerade war sondern gern angedrückt werden wollte. Nächstes Mal muss ich mir da was einfallen lassen, damit es nicht so ein Krampf wird. Vielleicht probiere ich mal 20min Epoxy und gaaaaanz viele Gewichte zum Beschweren.

Außerdem hat sich spätestens an dieser Stelle der Traum vom perfekt gebauten Flugzeug erledigt gehabt. Die Rippen waren zu weich und auch sonst war alles etwas krumm. Mit dem gewünschten Profil war nicht mehr viel Ähnlichkeit. Aber gut. Mein Flugzeug (das ab heute auf den liebevollen Namen „Gurke 1“ hört) soll ja auch keinen Schönheitswettbewerb gewinnen. Zum Fliegen wird ’s schon reichen. Hoffentlich.

Ich hatte jedenfalls keinen Bock mehr auf Tragflächen. Also weiter mit was anderem…

05. März 2008 von Christian

 
 

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