Das Modellflugzeugprojekt – Teil 6

Gestänge und Anlenkung

Die Gestänge bestehen nur aus dünnem Stahldraht aus dem Modellbauladen. Da so viele Spanten vorhanden sind, hab ich den Draht einfach durch gesteckt. Das hat als Führung ausgereicht und der Draht hat sich auch nicht allzu stark gebogen unter Last.

Gestänge an den Servos

Ich überlege, ob es aber doch sinnvoller ist, extrem dünne Bowdenzüge zu benutzen, weil der Draht ganz schön schwer war. Als Verbindung zu den Servohebeln hat es ausgereicht, den Draht ordentlich zu biegen. Dann braucht man keine extra Teile dafür zu kaufen.

Gestänge am Ruder

Als Anlenkhebel eignen sich Zahnstocher oder besser Schaschlikspieße. Einfach durch ’s Ruder stechen und festharzen – fertig. Die Gelenke bestehen aus Schrumpfschlauch mit einem Faden innen (als Backup). Das Ganze Innenleben hab ich zusätzlich in Klebstoff getränkt und nach dem Schrumpfen an den Enden mit Epoxy zu geklebt. Das funktioniert ganz gut. Leider sind mir Seiten- und Höhenruder nicht so gelungen. Außerdem muss man aufpassen mit der Hitze. Das Depron mag keine Hitze! Nach einigem Testen und Einstellen kommt der Deckel drauf.

Deckel drauf und los

Jetzt kommt man nicht mehr an die Servos ran. Nur noch der Empfänger kann aus seinem zuHause gezogen werden. Deswegen muss vorher alles einwandfrei funktionieren!

Querruder und Querruderservo

Tragfläche mit Querruder

Der hintere Teil der Tragfläche wurde bereits in Form geschliffen und nun wird ein schmaler Keil so ausgeschnitten, dass das Querruder genug Bewegungsmöglichkeit hat.

Jetzt kommt die Sache, mit der ich am wenigsten zufrieden bin. Die beiden Querruder sollen durch einen einzigen Servo angelenkt werden. Das bedeutet, dass dieser in der Mitte der Fläche sitzen sollte. Da die Fläche aber abnehmbar sein soll, muss die Anlenkung auf der Oberseite erfolgen, weil sonst noch größere Durchbrüche durch die Bordwand gemacht werden müssten. Da ich auch noch keine Idee zur Befestigung der Tragfläche am Modell hatte, wurde also die Anlenkung hübsch hässlich und äußerst strömungsungünstig nach draußen verlegt. Dementsprechend der Servoeinbau.

Servo für Querruder

Servo für Querruder versenkt

Servo mit Hebeln

Die Drahtstücke sind das letzte, was von dem ganzen Meter übrig geblieben ist… Jedenfalls guckt der Servo oben aus der Fläche raus 🙁

Tragflächenmittelteil

Inzwischen habe ich aus dem einen langen Querruder 2 kurze gemacht und das Mittelstück wieder fest geklebt. Warum ich das überhaupt mit ausgeschnitten hatte, weiß ich nicht mehr, aber die Klebekante (viiiiel Epoxy) stellte sich im Nachhinein als guter Ort zur Befestigung der Tragfläche heraus. Wie man sieht ist auch schon die Anlenkung in Form von Zahnstochern eingeharzt.

Anlenkung der Querruder

Da der Draht aufgebracht war, boten sich Schaschlikspieße an. Diesmal ist mir auch die Sache mit den Schrumpfschläuchen besser gelungen. Aber schön ist das Gesamtwerk trotzdem nicht…

Die Tragflächenbefestigung

Mittlerweile hatte ich eine Idee zur Tragflächenbefestigung. Ich entschied mich für die „Rucksacktaktik“. Dafür musste am Rumpf eine Kante her – die Schultern sozusagen. Hier wird sie entstehen.

Ort für die Tragflächen

Sie besteht aus einer Depronplatte, die entsprechend ausgeschnitten wird. In dem Loch in der Mitte verschwindet der Rest des Querruderservos. Zusätzlich habe ich noch eine Verlängerung für das Servokabel gekauft, damit man ihn schnell ohne Fummelei anschließen kann. Ausbau des Empfängers wird aber jetzt fast unmöglich sein…
Jedenfalls habe ich die Platte ordentlich festgedübelt mit Schaschlikspießen und Harz.

da ist sie

Blick in den Rumpf

Zusätzlich noch ein paar Dübel und Glasfasertape an den besonders belasteten Stellen.

noch verstärkt

Glasfasertape zur Stabilisierung

Jetzt nur noch die Gurte aus doppeltem Glasfasertape hergestellt und schon hält die Fläche:

passt und wackelt auch gar nicht so schlimm

Verstärkung der Tragflächen

Sonstiger Kram

Auch der Regler bekommt ein gemütliches zu Hause.

Regler

Regler eingebaut

Mit Dach für Regler und Akku. Befestigung mit Schaschlikspießen.

Deckel

Abdeckung des Rumpfteils

Der Motorspant bekommt einen zum Spinner passenden Aufsatz.

Motorverkleidung

Aufsatz für Motorspant

Und dann isses auch schon fertig.

fertig

Fertiges Flugzeug

Die Kerbe der Motorraumentlüftung bekommt ein durchsichtiges Tape übergeklebt – sie war bloß dafür da, mit dem Finger den Motor festzuhalten, wenn man den Propeller fest schraubt. Außerdem gibt es noch eine Be- und Entlüftung für den Akku und den Regler.
Für den Testflug erhielt die gute Gurke eine Kriegsbemalung sondergleichen, damit man wenigstens die Fluglage erkennen kann:

Testflug

Bemalung des Fliegers

Zusammenfassung

Aus den anfänglichen großartigen Plänen ist zum Schluss ein nicht ganz so hübsches aber funktionstüchtiges Fluggerät geworden. Es gibt unendlich viele Ansatzpunkte für Verbesserungen! Gurke II wird besser. Versprochen! Aber erstmal muss die atombombensichere Gurke I kaputt gehen… Ich hoffe, ich habe lange genug am Simulator geübt, damit das nicht so schnell passiert!

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Hier ist der erste Flug digital festgehalten worden.

16. März 2008 von Christian

 
 

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