So entstand das Video

Hallo liebe Freunde,

ich habe ja mit Hilfe von Linus vor einiger Zeit ein Video bei von der fliegenden Gurke gemacht. Vom Boden aus hat der Linus mit der Digicam gefilmt und die Luftaufnahmen sind mit Hilfe meines neuesten Spielzeugs entstanden: der FlyCamOne². Dieses kleine Gerät und seinen Einsatz möchte ich Euch hier kurz vorstellen.

So sieht sie aus im Größenvergleich:

Größenvergleich

Das Design ist nicht sonderlich auffällig, aber funktionell und schlank, das kleine LC-Display zeigt nur das Nötigste. Die kleine Strippe ist zur Sicherung gedacht, falls die eigene Befestigung einmal versagen sollte, denn schließlich ist diese Kamera explizit für den Einsatz im Modellflugbereich gedacht (Sagt ja schon der Name).

Zur Technik:

  • Auflösung: 640×480 oder 320×240
  • Mikrofon (mono)
  • Aufzeichnungsmedium: SD-Karte bis 2Gb
  • LiPo-Akku

Die Videos werden mit etwa 25 Bildern/s aufgenommen, wobei langsame Speicherkarten nur geringere Bildwiederholungsraten erlauben. Der Film wird direkt auf die Karte geschrieben und zwar mehr oder weniger roh als *.avi. So fällt in 20 Minuten schon einmal 1Gb an Daten an. (Ich habe irgendwo gelesen, dass mit zukünftiger Firmware auch eine direkte MPEG-Kodierung möglich sein soll. Das würde längere Aufnahmezeit bedeuten und möglicherweise aber schlechtere Qualität.) Der LiPo-Akku wird direkt über die USB-Schnittstelle am PC geladen und sollte ausreichen, um die 2Gb-Karte komplett zu füllen (Ich habe das aber nicht getestet). Es gibt noch unzählige weitere Funktionen, die ich jetzt hier nicht aufführen möchte, da sie für meine Zwecke nicht so relevant sind. Wer mehr wissen möchte, der schaut hier.

Beworben wird das Gerät mit 37 g. Mit Speicherkarte und Rettungsleine kommt meine auf genau 40 g:

Gewicht

Man kann die Flycam direkt am Flugzeug befestigen, denn es ist eine kleine Halterung dabei, über die auch eine Stromversorgung oder die Fernsteuerung angeschlossen werden kann. Man kann aber auch etwas ängstlicher sein, wenn man nämlich nach unten filmen möchte und kein Fahrwerk für die Landung hat. Und natürlich, wenn man schlechte Erfahrungen mit plötzlichem Totalausfall hat, dann ist es angebracht, sich Gedanken über eine robuste Befestigungslösung zu machen, die auch crashsicher ist. Also habe ich eine Crashbox gebaut:

die Crashbox

Sieht ein Bisschen aus wie ein Shuttle der Enterprise. Dort drin sollte sie gut aufgehoben sein. Ist alles schön gepolstert und über die kleinen Schlitze an der Seite kann man sie mit einem Spitzen Gegenstand noch bedienen. Durch das kleine Fenster oben kann man das Display gerade noch erkennen. Viel muss man da ja nicht sehen, denn es zeigt nur den Betriebsmodus und ob die Aufnahme läuft. Den vorderen Teil der Kamera kann man anklappen. Dadurch lassen sich verschiedene Blickrichtungen einstellen. Im Video filmt sie schräg nach vorne oder geradeaus, wobei man dann die Luftschraube sieht.

Befestigt habe ich das Ganze dann mit mehreren Gummiringen:

fertig montiert

So ist sie dann geflogen und gelandet. Die Kamera hat alles gut überstanden und durch die Polsterung könnte man trotz Wind sogar die Tonspur gebrauchen, aber das ständige hochfrequente Fiepen des Antriebs geht einem irgendwann auf den Senkel. Außerdem gibt es ja nicht besonders viel interessantes zu hören in der Luft.

Abschließend kann ich sagen, das es ein interessantes Spielzeug ist, das für seine Größe und sein Gewicht ganz gute Videos macht. Ich werde hoffentlich noch viel Spaß damit haben. Nächstes Mal probiere ich vielleicht die Serienbildfunktion.

edit: Wie aus den Videoschnipseln der Endfilm geworden ist, das kommt erfahrt Ihr vielleicht irgendwann in der „Computerbasteln -Linux – Ubuntu“ Kategorie.

20. März 2008 von Christian

 
 

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Kommentare, Fragen und Tipps

4 Beiträge zu “So entstand das Video”

  1. Linus schreibt am 20. März 2008 um 10:48:

    Wir müssen das auch dringend mit der Modellbahn testen!

  2. Technikfreun.de » Kurzeindruck zum Skalieren mit Gimp schreibt am 21. März 2008 um 13:53:

    […] gewesen. Die Kanten sind teilweise extrem stufig. Die kubische Filterung der Bilder in diesem Beitrag hat da einen subjektiv besseren Eindruck […]

  3. Christian schreibt am 21. März 2008 um 13:58:

    Ja, auf so einer Modellbahn kommt die FCO2 bestimmt auch gut, obwohl sie kleine Schwierigkeiten bei wenig Licht hat. Das soll aber mit zukünftiger Firmware verbessert werden. Die gibts aber bis jetzt nur als alpha 🙁

  4. Technikfreun.de » Die Gurke - ein Update schreibt am 31. Mai 2008 um 13:51:

    […] ohne Fahrwerk sind sie eingeklappt und können nicht abbrechen! Außerdem kann ich jetzt mit der Flycamone2 nach vorne filmen ohne dass der Propeller […]

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