Interessantes aus der Welt der Technik
Ein interessantes Bauwerk in Berlin ist eine alte Eisenbahnbrücke. Die Straßenunterführung ist relativ lang und die Gestaltung der Decke so lichtabsorbierend, dass das Gebilde als “Gleimtunnel” bezeichnet wird. Gleimtunnel auch deshalb, weil die durch ihn durch führende Straße die Gleimstraße ist.

Finster: der Gleimtunnel in Berlin
Der größere Teil der Gleimstraße befindet sich im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg und ein kurzes Ende im Bezrk Wedding. Daher teilt, aber auch verbindet der Gleimtunnel diese beiden Bezirke. Da der Wedding zum ehemaligen Westberlin und Prenzlauer Berg zu Ostberlin gehörte, war der Gleimtunnel während der Zeit der Berliner Mauer unpassierbar.
Entstanden ist die Überführung für Eisenbahngleise für einen Güterbahnhof Richtung Eberswalder Straße. Mittlerweile zeigt sich aber, dass der Zahn der Zeit nagt.

Brückenträger des Gleimtunnels
Diese schönen gusseisernen Säulen tragen die Stahlträger der Brücke.

Schöne Säulen zwischen Gehweg und Fahrbahn
Auf folgendem Bild sieht man gut, warum sämtliches Licht absorbiert wird: durch die dunkle, verwinkelte Konstruktion der Decke.

Stahlkonstruktion von unten
Letztes Jahr fand anlässlich des Jahrestages der deutschen Einheit das Gleimtunnelfest statt. Dabei wurden auch die abgebildete Kunstinstallation eingeweiht. Diese besteht aus farbigen Leuchtstoffröhren, die im Dunkeln aussehen wie eine leuchtende Eisenbahnschiene.

Lichtinstallation unter der Decke
13. Mai 2008 von Linus
Stichworte: Berlin, Gleimstr., Gleimtunnel, Wedding
Abgelegt unter Berlin, Unterwegs | Kommentare (3)
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“Mittlerweile zeigt sich aber, dass der Zahn der Zeit nagt.”
Ja, das sieht man. Sieht recht rostig aus. Wird die brücke tatsächlich npch von Zügen befahren?
Nee, da sind gar keine Gleise mehr da. Aber eine Straße. Die ist für die Verbindung zu Grundstücken wo Baustoffe gelagert sind. Also muss die Brücke grad nur LKWs aushalten…
Schön wäre es wenn endlich die Verbindung auf der Brücke an den Mauerpark geschaffen würde. Dann könnte man von der Eberswalder Strasse bis zum Kletterturm durchlaufen.