Roll-Out des FT08 an der TU Berlin

Weil der Linus im Ausland ist ;-) , wurde ich zum Roll-Out des Rennwagens der TU Berlin geschickt, um dort ein paar Fotos zu machen.

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Auf solchen Veranstaltungen wird vorher natürlich immer viel geredet, so auch diesmal. Es ging um das Team (ca. 50 Studenten), den Wettbewerb,  die Uni, Sponsoring und natürlich die Technik. Ich werde mich hier auf die technischen Details konzentrieren, die ich mir merken konnte.

Bei dem Wettbewerb der Formula Student geht es darum, dass ein Team aus Studenten sich einen Rennwagen ausdenkt, berechnet, konstruiert und herstellt. Mittlerweile gibt es wohl über 200 Teams weltweit, die sich dann in den verschiedenen Disziplinen messen. Dabei geht es einerseits um die Konstruktion und Realisierung des Fahrzeugs sowie die wirtschaftliche Seite (Herstellungskosten), was von einer Juri bewertet wird. Andererseits werden verschiedene Fahraufgaben durchgeführt und die technischen Grenzen auszuloten. Ein Rennen jeder gegen jeden à la Formel 1 gibt es jedoch nicht, wenn ich das richtig verstanden habe.

Die Präsentation findet im großen Lichthof im Hauptgebäude der TU in Berlin statt. So sieht das ganze Getümmel aus:

Überblick

Das ist er also, der FT08.

Front des fasttube 08

Technisch handelt es sich um eine Gitterrohrahmenkonstruktion die mit einer 2-lagigen CFK-Karosserie versehen ist. Das Finish besteht aus einer dünne Farbfolie.

Zu sehen war auch der Vorjahreswagen, der FT07.

Die letzten beiden Modelle wurden von einem 600ccm Motorradmotor aus der Honda CBR befeuert.

Interessantes Ansaugsystem mit "Drosselklappe" am FT07

Ich habe nebenbei mitbkommen, dass das Reglement den maximalen Durchmesser der Ansauganlage begrenzt. Damit wird das Leistungsniveau der Fahrzeuge aneinander angeglichen. Als ich hier die technischen Details fotografiert habe, wurde doch direkt spekuliert, ob ich ein Spion eines anderen Team sei :-) .

Der aktuelle Wagen wird von einem 600er Suzuki betrieben, der aus der GSX-R stammt. Hier das, was man vom Ansaugtrakt erkennen kann (z. B. die Saugrohreinspritzung).

Ansaugtrakt des FT08

Die Vorderradaufhängung

Doppelquerlenkerachse, würde ich sagen, aber ich habe damals in der Vorlesung über Fahrwerksdynamik nicht so richtig aufgepasst… Die Hinterräder sind ähnlich aufgehängt. Bei dem geriffelten Ring handelt es sich anscheinend um einen Raddrehzahlsensor. Es soll nämlich eine selbst entwickelte Antriebsschlupfregelung geben.

Das Cockpit mit Speziallenkrad von Takata.

Cockpit

Beim Getriebe handelt es sich um ein modifiziertes Suzuki-Getriebe, aus dem die nicht benötigten Gänge entfernt wurden und das hydraulisch über Paddels am Lenkrad geschaltet wird.

Für den Formula Students Cup gibt es eine eigene Spezialbereifung, weil die Fahrzeuge so leicht sind (FT08: 230kg).

Rad und Reifen

Sponsoren sind wichtig im Sport und werden auch im Universitätsbereich immer wichtiger. Deshalb hier nochmal kurz die Geldgeber und Unterstützer.

Sponsoren

Soviel zum kurzen Abriss dieser Veranstaltung. Ein extrem interessantes Projekt und ich finde, jeder kann sich glücklich schätzen, der während seines Studiums die Möglichkeit bekommt, an so etwas mitzuarbeiten.

Natürlich darf der Link zur Projektseite nicht fehlen, damit alle interessierten sich noch weiter infromieren können: http://www.fasttube.de.

05. Juli 2008 von Christian

 
 

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