Die X-Twin

Vor einiger Zeit habe ich höchst persönlich ein Modellflugzeug erschaffen – auf unserem Esstisch. Die Aktion hat einige Wochen in Anspruch genommen und meine Freundin hat das ganz tapfer durchgehalten. Auch den Müll und Dreck hat sie ohne Murren und Knurren über sich ergehen lassen. Deshalb (und auch, weil es so lustig ist) hat sie jetzt auch ein kleines Spielzeug von mir bekommen. Die X-Twin:

Hierbei handelt es sich um einen dieser kleinen superleichtflieger, wie man sie in einschlägigen Bastel-Elektronikmärkten zu Hauf findet. Diese X-Twin der Firma Silverlit haben wir beim großen C in Berlin erstanden.

Auf der Packung steht, dass sie unkaputtbar sein soll (oder wenigstens sehr robust). Dashalb hat sie auch gleich einen schönen Namen bekommen:

Hier auch nochmal der Karton:

Technisch gesehen handelt es sich bei dem Gerät um ein Stück Schaumstoff, in das ein Akku, ein Empfänger und 2 Motoren eingebaut wurden. Das zusammen ergibt ein Kampfgewicht von 20g. Bei diesen Kleinstfliegern (wie auch bei den Minihelikoptern) läuft alles über die Fernbedienung. Dort werden 6 Batterien des Typs LR6 (AA) eingepflanzt und das kleine Kabel, das man auf dem ersten Bild erkennen kann, wird an das Flugzeug angeschlossen. Damit wird der fest eingebaute LiPo-Akku geladen (ca. 30min). Dann geht es ab auf’s Feld.

Die Steuerung ist etwas tricky. Die Geschwindigkeit und damit die Höhe wird über die Drehzahl gesteuert. Die Richtung wird über die Differenzdrehzahl der beiden Motoren gesteuert. Klingt einfach, ist es aber nicht. Dieses kleine Biest hat nämlich ein sehr kritisches und instabiles Flugverhalten. Ohne Antrieb geht Crashi sanft im Gleitflug zu Boden. Mit Antrieb kann man das Glück haben, dass sie einfach geradeaus fliegt, oder dass sie hochzieht bis zum Strömungsabriss, dann herunterfällt und wieder hochzieht. Aus diesem Flugverhalten, das ein Bisschen an einen Fahrschulanfänger beim Anfahren erinnert, ist dann fast kein herauskommen mehr.

Ich schätze, das Vögelchen ist zu sehr auf Höhe getrimmt. Ich werde mal an der Aerodynamik basteln, vielleicht geht da ja was. Bis dahin könnt Ihr hier ein kleines Video vom ersten Testflug sehen:

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Sieht toll aus, was!? Ehrlich gesagt seht Ihr dort den Versuch, geradeaus zu fliegen. Ehrlich! Naja, am Ende ging es dann auch schon etwas besser und meine Freundin freut sich über ihr neues Spielzeug.

Was sonst noch zu sagen ist:

  • Die Fernbedienung reicht etwa 20 Meter! Das ist überhaupt nicht viel.
  • Die Dinger sind wirklich unkaputtbar!
  • Baumkronen sind meist hoch oben und schwer zu erreichen

07. Juli 2008 von Christian

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Abgelegt unter Flugzeug, Modellbau | Kommentare (2)

 
 

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Kommentare, Fragen und Tipps

2 Beiträge zu “Die X-Twin”

  1. Linus schreibt am 10. Juli 2008 um 23:35:

    Heute hab ich’s gesehen. Ech lustig das Ding! Bin gespannt, wie es aussieht, wenn man es live erlebt beim Fliegen…

  2. Matthias schreibt am 16. Mai 2015 um 10:36:

    Hallo an Alle,

    wir haben auch so einen unkapputbaren Flieger, allerdings ist uns die Fernbedienung abhanden gekommen. Weiss hier jemand ob man nur eine Fernbedienung nachkaufen kann oder ob es als Alternative eine andere Fernbedienung im Handel gibt die auch funktioniert?

    Schon mal vielen Dank für eure Hilfe.

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