Das HTI Peenemünde auf der Ostseeinsel Usedom

Anfang Sommer diesen Jahres war ich für ein verlängertes Wochenende auf der Insel Usedom in der Ostsee. Kurz vor dem Abfahrt nach Hause besuchte ich aber noch das HTI Peenemünde – also das Historisch-Technische Informationszentrum der ehemaligen Heeresversuchsanstalt der Deutschen Wehrmacht.

Die Macher dieses Museums standen vor der äußerst schwierigen Aufgabe, die Genialität der Forschung und Entwicklung der Raketentechnik zu zeigen ohne die Ziele der dortigen Machenschaften und den damit verbundenen Schrecken zu verherrlichen.

Startrampe V1

Startrampe und Exemplar einer V1

Das Museum besteht im Außenbereich aus einer Ausstellung diverser Raketen- und Flugzeugexponate. Außerdem gehört ein Kraftwerk dazu, welches auch während der DDR-Zeit für die Stromversorgung der Insel zuständig war.

Kraftwerk

Blick unter der Kranbrücke hindurch zum Kraftwerk

Im Inneren des Kraftwerkes wird die Entwicklung der V-Waffen während der Zeit des Dritten Reichs gezeigt. Dazu gehören viele Schriftstücke und andere Exponate aus dieser Zeit. Durch einen Gang kommt man in den Kraftwerksraum, wo die alten Öfen stehen. Diese Riesen sind eindrucksvolle Zeitzeugen. Die Brennstoffe für die Öfen sind mit einer Förderanlage ins Kraftwerksinnere transportiert worden.

Kran für die Versorgung des Kraftwerkes

Kraftwerk

Förderband zum Transport der Brennstoffe in's Kraftwerk

Kraftwerk

Ansicht des Kraftwerksgebäudes

Kraftwerk

Elektrischer Triebwagen für den Nahverkehr

Kraftwerk

Die Nahverkehrstriebwagen im Look der Berliner S-Bahn

Kraftwerk

Die Züge mit Scherenstromabnehmern und herkömmlicher Zug-/Stoßeinrichtung

Kraftwerk

Rakete V2 im vorderen Bereich des Museums

Im Jahre 2005 war ich schon einmal dort. Da war von einem Museum noch nichts zu erkennen, aber das Kraftwerksgebäude hat mich trotzdem fasziniert. Auf dem ersten Bild sind die eigentlichen Sichtverhältnisse zu sehen und auf dem zweiten habe ich die Kamera einfach mal machen lassen…

Kraftwerk

Das Kraftwerk in 20005 im Dunkeln

Kraftwerk

Die gleiche Sicht mit laaanger Belichtung

Zu der eigentlichen Anlage gehört auch das gruselige ehemalige Sauerstoffwerk. Dort wurde in Massenproduktion der für den Antrieb der Raketen benötigte Sauerstoff hergestelllt. Es steht nur noch als Gerippe neben der Straße und wennn ich das richtig verstanden habe, kann es nicht abgerissen werden, weil es so stabil ist und die halbe Insel mit weggesprengt werden würde.

Kraftwerk

Das Sauerstoffwerk

Das Gebäude steht auf der linken Seite, wenn man nicht nach rechts zum offiziellen Museum abbiegt, sondern der Straße geradeaus fährt.

Kraftwerk

Gespenstisch im Abendlicht

Weitere Infos kann man auf der Homepage des Museums erhalten.

29. Oktober 2008 von Linus

 
 

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Kommentare, Fragen und Tipps

Ein Beitrag zu “Das HTI Peenemünde auf der Ostseeinsel Usedom”

  1. Hans-Martin Friedrich schreibt am 17. Oktober 2011 um 21:47:

    Bei dem Triebwagen handelt es sich um einen ET 26 (426) der DB, der von BBC aus einem Berliner S-Bahn-Zug/Peenemünder Zug für 15 kV, 16,67 Hz umgebaut worden war, auch er ist technikgeschichtlich sehr interessant. Vor diesem Umbau verkehrte er auf der seinerzeit noch mit Gleichstrom elektrifizierten Isartalbahn bei München. Wahrscheinlich ist er das letzte erhaltene Fahrzeug dieser Baureihe.

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