Weltmaschine – Eindrücke von der Ausstellung des LHC der Organisation CERN

Zu aller erst einmal die Auflösung einiger Abkürzungen: LHC bedeutet Large Hadron Collider und auf Deutsch so viel wie Großer Hadronen Speicherring, wobei Hadrons winzige Teilchen darstellen, die in dem Ring bescheunigt werden und an bestimmten Stellen kollidieren. CERN ist die Abkürzung für Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire, das für die Europäische Organisation für Kernforschung steht. Im neuen U-Bahnhof Bundestag im Berliner Zentrum nahe des Reichstages konnte man sich Informationen über den Teilchenbeschleuniger beschaffen, mit dem der Urknall nachgestellt und untersucht werden soll.

Nun gab es diese Ausstellung, die nur noch ein paar Tage offen ist und ich war gestern mal da, um mir das Ganze mal anzusehen. Ich konnte mir nicht vorstellen, was da gezeigt werden soll, da man die Teilchen um die es da geht, nicht mal eben sichtbar machen kann. Aber mit meinem Verständnis für Physik konnte man das dann doch nachvollziehen. Ich begegnete einer Schulklasse, die auch noch Fragebögen beantworten mussten, aber ich hatte eher das Gefühl, das die da gar keinen Bock drauf hatten (bis auf ein Mädel, dass ein paar pubertären Jungs sagte, sie sollen die Exponate ganzlassen, schließlich interessiere sie sich dafür und will sich das in Ruhe ansehen). Wer hat das schon in dem Alter…

Erste Bilderreihe des Bahnsteigs

Wie auch immer waren auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofes große Bilder aufgebaut, die die Arbeit an dem Mega-Beschleuniger zeigen sollten und natürlich auch die Dimensionen. Da kraxelten irgendwelche Ameisenmenschen an irgendwelchen riesigen Apparaturen herum, die wohl 100 Meter unter der Erde in der nähe von Genf sein sollen – nich schlecht.

Zweite Reihe der Bilder

Und man lernt doch einiges. Zum Beispiel wie das ganze Ding funktioniert. Und zwar theoretisch einfach: Man beschleunigt Teilchen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit bei fast 0 Kelvin (etwa minus 273°C) und lässt sie an Stellen, wo sich spezielle Messgeräte befinden, aufeinanderprallen. Die Messgeräte heißen Detektoren und sollen noch winzigere Teilchen aufspüren, als man je entdeckt hat. Diverse Exponate zeigen dann, womit vor Ort gearbeitet wird. Zum Beispiel muss für die Führung und Beschleunigung ein extremes Magnetfeld erzeugt werden, dass mit einem Dipolmagneten erzeugt wird. In diesem befindet sich auch das flüssige Helium, die das ganze Modul auf oben genannter Temperatur hält.

Schnitt durch einen Dipolmagneten

Supraleitendes Niob-Titan-Kabel des LHC-Magneten

Die verschiedenen Detektoren wurden auch einzeln vorgestellt. Um den Rahmen nicht zu sprengen, verzichte ich aber jetzt hierauf. Eine Seite mit ausführlicheren Informationen gibt es aber hier.

Modul eines der Detektoren

Außerdem lernt man, dass von den Wissenschaftlern das World Wide Web entwickelt worden ist, damit der Informationsaustausch untereinander so einfach wie möglich vonstatten gehen kann. Die Technik war so genial, dass daraus unser schönes Internet geworden ist.

Eine deutsche Seite in Englisch hat die Organisation CERN ebefalls, dessen Link man einfach nur anklkicken muss.

14. November 2008 von Linus

Stichworte: , , , ,
Abgelegt unter Berlin, Unterwegs | Kommentare (2)

 
 

Nie wieder einen Beitrag verpassen mit dem individuellen Benachrichtigungsservice!

 
 

Andere Artikel



Kommentare, Fragen und Tipps

2 Beiträge zu “Weltmaschine – Eindrücke von der Ausstellung des LHC der Organisation CERN”

  1. Poss schreibt am 04. Juli 2009 um 15:48:

    Hier eine Seite zum Thema LHC:

    http://www.lhc-facts.ch

  2. Christian schreibt am 11. Juli 2009 um 00:55:

    Schöner Link. Danke!

Hier kann man den Artikel kommentieren, eine Frage stellen oder etwas ergänzen.

Wir müssen uns aber ohne Angabe von Gründen vorbehalten, hier Hinterlassenes zu kürzen oder zu löschen.

Themenbereiche