Vergleich: Suzuki Gladius vs. Yamaha XJ6 (Diversion)

Wie bereits angekündigt, sollen die beiden Neuheiten von Suzuki und Yamaha im Mittelklassebereich näher vorgestellt und verglichen werden. Sie sind auf den Berliner Motorrad Tagen 2009 vertreten gewesen und daher konnte man sie wunderbar unter die Lupe nehmen.

Beide Maschinen aus der gleichen Fahrzeugkategorie weisen doch erhebliche Unterschiede auf, was Verarbeitung, Detaillösungen und Optik betrifft.

Die Suzuki Gladius hat den V2 der SV650 geerbt, welcher 72PS leistet. Die Yamaha XJ6 mit dem Reihenvierzylinder mit dem wassergekühlten Reihenvierzylinder leistet nur 6 mehr, nämlich 78PS.

Die Suzuki Gladius: Neuling

Stattlicher: die Yamaha XJ6

Schon beim ersten Hinsehen fallen Unterschiede auf und man enttarnt die Gladius als Schwindler: der Rahmen ist nicht aus Aluminium, sondern aus Stahl mit einer Kunststoffverkleidung. Die Yamaha XJ6 hat es nicht nötig etwas vorzugaukeln.

Front der Suzuki

Modernes Gesicht der Yamaha

Im Mittelpunkt des Suzuki-Cockpits: der Drehzahlmesser

Etwas dezenter: die Anzeigeinstrumente der Yamaha

Beim Cockpit gibt es wenig Unterschiede, Standardanzeigen in beiden Maschinen.

Rechte Schwingenseite an der Suzuki

Gleiche Stelle an der Yamaha

Brotdosen unter sich, hier die der Gladius

Auch an der Yamaha: Brotdose als Vorschalldämpfer

Interessant wird es bei den Auspuffen. Schon seit einiger Zeit bestimmen Vorschalldämpfer, die unter dem Motor vor dem Hinterrad sitzend, das Bild. Vermutlich hatten die Designer bei Suzuki grad Pause, weshalb wahrscheinlich die Putzfrau beim Saubermachen an irgendeinen Knopf gekommen sein muss. Meiner Meinung nach sieht schön anders aus. Besser ist auf jeden Fall die sportliche Variante im Moto GP-Design, aber die kostet wieder extra.

Gladius-Auspuff im Moto GP-Design

Wie soll man an der Suzuki die Kette spannen?

Yamaha-Lösung: Auch nicht so toll, aber besser als oben

Ein anderes Detail findet sich an der Hinterradschwinge wieder. Augenscheinlich gibt es bei der Suzuki Gladius relativ schlecht die Möglichkeit beide Seiten der Hinterradachse gleich auszurichten. Die XJ6 hat wenigstens noch Gewindebolzen und die ziemlich grobe Skala dran.

Suzuki-Heck: gewöhnungsbedürftig

Heck der XJ6: etwas gefälliger

Alles frei: Motorvorderteil der Gladius

Yamaha: schöne Krümmer und einen Motorspoiler

Andere Details sind auf den Bildern zu erkennen.

Ansonsten ist noch aufgefallen, dass der optionale Topcaseträger der Suzuki ein wild zusammengeschweißtes Rohrgeflecht ist:

Soll das Topcase der Gladius tragen

Des weiteren sind Hupenausfälle an der Yamaha vorprogrammiert, da die Stecker ohne Schutz vor Witterung auf die Kontakte geschoben sind. Wer weiß, wie lange das hält…

Schlecht abgedichtete Kontakte an der Yamaha

Fazit:

Wie oben schon erwähnt, gibt es Möglichkeiten, die Suzuki Gladius aufzupeppen. Ob mit dem Moto GP-Auspuff oder diversen Kunstoffteilen oder ein Hauch von Leichtgewicht mit Teilen im Karbonlook.

Die Yamaha gibt es auch halbverkleidet in der Diversion-Version. Für Langstreckenfahrer sicherlich die bessere Wahl.

Alles in allem macht die Yamaha die bessere Figur, obwohl sie nur etwa 300 Euro teurer ist.

Danke noch an Andre für seine Unterstützung.

16. Mai 2009 von Linus

 
 

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Kommentare, Fragen und Tipps

2 Beiträge zu “Vergleich: Suzuki Gladius vs. Yamaha XJ6 (Diversion)”

  1. ScheLm schreibt am 02. Juni 2010 um 21:24:

    Die Gladius, welcher ich auch selber habe, hat auch eine grobe Skala zum Kette nachspannen.
    und meiner meinung hat die XJ6 keine chance bei einem sprint gegen die Gladius, der V2 ist einfach der stärkere Motor

  2. Linus schreibt am 03. Juni 2010 um 20:20:

    Laut der Zeitschrift MOTORRAD braucht die Gladius und die XJ6 3,9 s von 0 auf 100 km/h. Sie unterscheiden sich aber im Spurt von 60 auf 100 km/h, wo die Gladius 4,5 s braucht und die XJ6 4,7 s. Ich wage zu bezwefeln, dass man das ohne Messgeräte merkt. Und dass die Suzuki 4 Nm mehr Drehmoment hat, merkt man wahrscheinlich auch nicht wirklich.

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