Reparatur eines MGF Rover Motors – K-Engine rebuilt (Teil 1)

Heute reiche ich meinen Motoren-Aufbau-Artikel nach. Unser MGF fährt jetzt schon seit 12 Monaten mit dem neuen Herz und jetzt habe ich endlich etwas Zeit für die Dokumentation gefunden.

Diesmal wird es eher ein Bilderbuch, denn zu manchen Bildern kann man nicht viel schreiben. Also hauptsächlich will ich euch einen Einblick in die Rover K-Engine geben.

Zweitens muss ich noch erwähnen, dass ich nicht alle Teile erneuert habe, sondern nur die, die ich für austauschwürdig hielt. Manche würden sagen, dass man bei so einem Aufwand gleich alles erneuern sollte, aber für was? Es würde ein vielfaches mehr kosten und würde in keiner Relation zum Alter des Autos stehen.

Aber nun Start frei für ein paar Eindrücke…

Bei einem bekannten Auktionshaus ersteigerte ich mir einen gebrauchten MG-Rumpfmotor mit 120 Tkm, da meiner bei 190 Tkm einen Lagerschaden mit Pleuelriss bekam.

Den neuen Rumpf zerlegte ich erstmal in seine Einzelteile, jedoch ließ ich die Kurbelwelle und die Schwungscheibe montiert. Hier mal ein Blick auf die Unterseite des Motorblocks.

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Freier Blick auf die Kurbelwelle

Und gleich auch mal die Ansicht auf die Oberseite des Motorblocks. Wie man sieht habe ich auch die Laufbuchsen herrausgzogen, da ich sie vorsichshalber neu einkleben werde.

Leerer Motorblock Draufsicht

ganz ganz leer :-)

Jetzt begann ich mit dem neuen Zusammenbau, zuerst der neue Ölverteiler. Auf dem Bild ist die verstärkte Version von Land Rover zu sehen, da ich auch die verstärkte Land Rover-Zylinderkopfdichtung einbauen werde. Der neue Ölleiter ist nötig, da die Zylinderkopfschrauben bei der neuen Version stärker angezogen werden müssen und somit Bruchgefahr besteht.

Motorblock mit montiertem Ölleiter

montierter Ölverteiler und Ölsaugrohr

Zum Einkleben der Laufbuchsen wird Hylomar blue benutzt. Anfangs wollte ich die original Rover Dichtmasse kaufen, doch nach langer Suche im www fand ich herraus, dass man einfach nur überteuertes Hylomar von Rover verkauft bekommt.

Die Laufbuchsen habe ich vor dem Ausbau markiert, damit jede wieder an die selbe Stelle im Block kommt.

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Laufbuchse mit Dichtmasse

Für den weiteren Aufbau müssen die Laufbuchsen gespannt werden, damit sie beim drehen des Motors nicht wieder heraus rutschen (ganz wichtig!!!!) Ich habe dazu ein kurzes Plastikrohr mit einer Unterlegscheibe und einer alten Zylinderkopfschraube verwendet.

Nach dem Einsetzen der Laufbuchsen kann man auch gleich den Überstand nachmessen. Sollte kein Überstand vorhanden sein = schlecht! Um nicht sogar zu sagen sehr, sehr schlecht! Sollte die Laufbuchse wirklich eben mit der Blockdichtfläche sein, ist der gesamte Block wertlos!

1/10 mm Überstand sind laut meinen Nachforschungen optimal, je mehr, desto besser!

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eingespannte Laufbuchse

Meinem Motor spendierte ich vorsichtshalber neue Pleuellagerschalen, das war etwas komplizierter als ich es von deutschen Marken gewohnt war. Hierzu muss man die Größenangaben auf den Pleueln und der Kurbelwelle suchen.

Auf der Kurbelwelle muss man das Feld mit den 4 Buchstaben suchen. Bei mir war es BBAC.

Der erste Buchstabe betrifft den ersten Zylinder und so weiter. Diese Buchstaben stellen die vorhandene Passung auf der Kurbelwelle da und es ist wichtig, in Kombination mit der Passung vom Pleuel, das richtige Lager auszuwählen.

Nun muss man auf jedes Pleul schauen, hier sind Zahlen eingeprägt.

Jetzt wirds etwas heikel, es gibt 3 verschiedene Lagerschalen (gelb=dünn, blau=mittel, rot=dick)

Kurbelwelle A

Pleul 5 (2 blaue Lager)

Pleul 6 (eine blaue und eine gelbe Schale)

Pleul 7 (2 gelbe Schalen)

Kurbelwelle B

Pleul 5 (rot-blau)

Pleul 6 (blau-blau)

Pleul 7 (blau-gelb)

Kurbelwelle C

Pleul 5 (rot-rot)

Pleul 6 (rot-blau)

Pleul 7 (blau-blau)

Nun muss man genau für seine Kurbelwelle und Pleule die richtigen Lager bei Rover bestellen! Alle Aftersales-Lösungen sind Lager ohne Angabe der Dicke und somit eigentlich ungeeignet!

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Pleul mit aufgesetzter Lagerschale

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Lagerschale eingedrückt und einen Tropfen frisches Öl für die Montage

Jeder Kolben muss nun von oben wieder eingesetzt werden, dies geht am besten mit einem Kolbenringspanner. Anschließend müssen die Pleullager mit dem angegebenen Drehmoment angezogen werden.

Nach der Montage aller Kolben wurde die Ölwanne mit Dichtmittel benetzt, wieder aufgesetzt und verschraubt.

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Dichtmasse auf der Ölwanne

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Montiere Ölwanne und neuer Ölfilter

Jetzt sollte der Rumpfmotor so aussehen:

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Zusammengesetzter Rumpfmotor

Den Motorblock kann man jetzt erstmal zur Seite stellen und es geht mit dem Zylinderkopf weiter. Und was da alles passiert, könnt ihr im zweiten Teil lesen.

 
 

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Kommentare, Fragen und Tipps

3 Beiträge zum Beitrag “Reparatur eines MGF Rover Motors – K-Engine rebuilt (Teil 1)”

  1. Reparatur eines MGF Rover Motors – K-Engine rebuilt (Teil 2) : Technikfreun.de schrieb am 20. März 2010 10:48

    [...] zum versprochenen zweiten Teil der Reperatur des MGF Motors. Der Motorblock ist soweit fertig und wir wenden uns dem [...]

  2. British schrieb am 03. August 2010 16:21

    Hi Christian-Sebastian,
    hast du um die Laufbuchsen noch ne Dichtung?
    mfg

  3. Christian-Sebastian schrieb am 03. August 2010 21:26

    hi,

    es gibt keine Dichtung um die Laufbuchsen, einfach nur Hylomar blue auf die Kante, ablüften lassen (Anweißung auf der Packung beachten) und fertig! Dies ist auch die Vorgehensweiße laut Werkstatthandbuch!

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