Wechsel der Koppelstangen beim Opel Zafira A 1.8

Beim Kauf dieses Autos ging einiges schief. Naja, kann passieren, nicht so schlimm, menschliche Dinge. Aber:

Schon nach wenigen Kilometern im neuen Gebrauchtwagen, der bei einem richtigen Opel-Händler gekauft worden war, klapperte etwas an der Vorderachse. Da aber die Scheinwerfer des Opel Zafiras beim Kauf einen Riss in der Halterung aufwiesen, mussten die noch repariert werden. Und da sich der verkaufende Opel-Händler so weit weg befindet, musste ich zu einem Opel-Händler in der Nähe, um den Scheinwerfer reparieren zu lassen. Dieser stellte dann fest, dass die Koppelstangen des Stabilisators im Eimer waren. Ein Anruf bei dem Händler von dem der Zafira stammte ergab, dass keinerlei Garantie oder Gewährleistung auf diese „Verschleißteile“ gewährt werden und ich deshalb die Sache selbst bezahlen müsste 🙁

Der Verkäufer billigte mir aber netterweise zu, dass ich ein Paar neuer Koppelstangen geschickt bekommen könnte – das ist alles, was er tun könne. So flatterten einige Tage später das Paket mit den neuen Koppelstangen an.

Interessant fand ich, dass solche Bauteile als Verschleißteile ausgelegt werden und schon nach 80Tkm verschlissen sind. Ich hörte, dass sie manchmal auch 100Tkm halten sollen, aber so gut wie nie länger. Bei einem grad erst 1000km gefahrenen Auto find ich das ganz schön derbe, den Kunden im Regen stehen zu lassen. Vor allem, weil sicher nicht innerhalb dieser Distanz plötzlich der Verschleiß auftritt. Da muss man gleich überlegen, ob man da wieder was kauft…

Demontage der alten Koppelstangen

Dann hab ich mir das mal angeguckt und die Koppelstangen gewechselt. Ist eigentlich kein Hexenwerk, aber die Zeit hätte ich gern für was anderes genutzt 😉

Bevor man mit den Arbeiten beginnt, sollte man die Verschraubungen mit Rostlöser einsprühen, damit das Mittel während der Vorbereitungen (Räder abbauen, Werkzeug ranschaffen) schon mal seiner Tätigkeit nachgehen kann.

Wichtig ist, dass beide Aufhängungen der Vorderachse die selbe Belastung aufweisen, weil sonst der Stabilisator verdreht wird und die Koppelstangen auf Zug bzw. Druck belastet sind. Ich habe die Radnabe ohne Rad auf Holzklötzen abgelegt – auf der anderen war ja noch das Rad dran und der Wagen stand darauf. Dann muss man die Schraubverbindungen lösen und kann die Koppelstangen abnehmen und die neuen anbauen.

Man sollte etwa zwei bis drei Stunden Zeit einplanen, wenn man den Wechsel vornimmt.

Neu und unverbraucht: Koppelstange wieder drin

Von der To-Do-Liste kann man nun eine Sache hinzufügen und zwei streichen:

  • Scheinwerferreparatur
  • Tempomatnachrüstung
  • Kühlergrill
  • Schriftzüge am Heck
  • Klebefolie zwischen den Scheiben
  • Entfernen der Werbung auf den Nummernschildträgern
  • Laderaumabdeckung
  • Entrosten der Winterräder
  • Wechsel der Koppelstangen

Mal sehen, was als nächstes kommt…

18. Mai 2010 von Linus

 
 

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Kommentare, Fragen und Tipps

6 Beiträge zu “Wechsel der Koppelstangen beim Opel Zafira A 1.8”

  1. Christian schreibt am 20. Mai 2010 um 07:15:

    Ich find’s ganz schön krass, dass solche Fahrwerksteile aus Kunststoff hergestellt werden. Macht auf mich keinen sonderlich hochwertigen Eindruck.
    Glücklicherweise hatte GM bei meinem Saab noch nicht ganz so viel Einfluss.

  2. Linus schreibt am 20. Mai 2010 um 08:10:

    Vielleicht soll’s einfach nur billich sein oder leicht (Leichtbau = weniger Verbrauch). Naja, vielleicht an der falschen Stelle. Hm.
    Toll ist auch, dass gern das Wischergestänge brechen soll. Das bekommt man aber nur mit Motor zu kaufen und das ist dann wahnsinnig teuer.
    Stimmt, Saab – wolltest Du den nicht mal vorstellen? 😉

  3. Christian-Sebastian schreibt am 23. Mai 2010 um 23:03:

    die letzte „metallkoppelstange“ die ich zerlegt habe hatte auch einen plastikpfanne in der der kugelkopf lief. Da der Steg an sich nicht kaputt geht kommts echt aufs selbe raus!

  4. Linus schreibt am 25. Mai 2010 um 07:05:

    Stimmt, eigentlich geht ja das Kugelgelenk kaputt und nicht die Strebe. Vielleicht hätte es etwas größer ausgelegt werden sollen, damit es länger hält.

  5. Christian schreibt am 25. Mai 2010 um 07:40:

    Schon klar, dass sich jemand vorher über die Festigkeit Gedanken gemacht und das Ganze auch mal durch gerechnet hat. Die höchstbelasteten Teile sind sie ja bei durchschnittlicher Fahrweise auch nicht unbedingt.
    Und Kunststoffe werden ja immer besser. Mittlerweile werden ja schon Teile der Motoraufhängung komplett aus Kunststoff hergestellt.
    Verbaut am Fahrwerk macht es auf mich aber irgendwie keinen hochwertigen Eindruck.

  6. horst schreibt am 20. November 2010 um 19:47:

    ciao Leute.Habe meine Heute alle 2 gewechselt.
    Ging recht flott, knapp 2 Sdt.Auf meinem Zafi habe ich allerdings 220 000 km !!!

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