Unser neuer: Opel Signum 3.0 cdti

Opel Signum 3,0 cdtiAuch bei uns war die Zeit für ein neues Auto gekommen. Diesmal etwas praktisches, neber unserem MGF Cabrio. In der näheren Auswahl standen nach kurzem Suchen nur ein Opel Vectra GTS oder ein Signum jeweils die Modelle ab 2006 mit Facelift.

Als Technikfreund möchte man natürlich so viele Spielerreien wie möglich im Auto haben weshalb die Suche etwas eingegrenzt wurde. Dazu gehörte das Bi-Xenon-Kurvenlicht, Navi, Telefonvorbereitung, Parkpilot vorne und hinten und auf keinen Fall die Farbe silber. Zu diesen Pflichtanforderungen kamen noch ein paar Wünsche: Automatikgetriebe, Diesel, Lederausstattung und natürlich möglichst günstig (Schäden erlaubt).

Die Suche gestaltete sich etwas schwieriger als angenommen, da die Auswahl in maximal 100km Umkreis stark begrenzt war. Für um die 10t Euro gab es einen mit guter Ausstattung, der allerdings mit Chiptuning versaut wurde. Alle günstigeren fehlte etwas unsrerer Pflichtanforderung. Dank der Suchaufträge bei den zwei großen Online-Plattformen war man jeden Morgen über alle neu inserierten Wagen informiert und so fanden wir unseren Opel Signum nach ca. vier Wochen im Nachbarort. Nach kurzer Bedenkzeit hingefahren und direkt gekauft.

Der Opel Signum 3.0 cdti von schraeg vorne

Der Opel Signum 3.0 cdti von schraeg vorne

Vorne wurde leider die untere Rippe der Nebelscheinwerferhalterung ausgesägt, da der Vorbesitzer dort Tagfahrleuchten drin hatte (flogen direkt raus).

Das Heck des Opel Signum 2006

Das Heck des Opel Signum 2006

Die Heckscheibe sowie die hinteren Seitenscheiben wurden nachträglich getönt. Sie sind uns etwas zu dunkel und wir sind noch am überlegen was damit passieren soll.

Schön: üppiger Kofferraum

Konsequent wurde der gesamte Innenraum in beige ausgekleidet. Allerdings haben wir für den Kofferraum schon eine Schutzmatte bestellt, da wir ihn nicht verschmutzen wollen.

Schaltzentrale vorne

Die Schaltzentrale, leider mit Holzeinlagen, welche schnellstmöglich gewechselt werden müssen.

Einzelsitze hinten

Einzelsitze hinten

Der Wagen hat super bequeme Einzelsitze hinten – in Kombination mit den DVD Playern in den Kopfstützen mag man nur noch hinten mitfahren!

Zu den technischen Daten des Autos:

  • Baujahr 2006
  • Laufleistung: 190tkm
  • Hubraum: 3.0
  • Zylinder: V6 CDTI
  • Leistung: 184PS
  • Kraftübertragung: Automatikgetriebe

Zur Ausstattung des Opels:

  • elek. Fensterheber
  • elek. verstell-und anklappbare Außenspiegel
  • ESP
  • Navigationssystem
  • Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht
  • Parkpilot vorne und hinten
  • Alarmanlage mit Innenraumüberwachung
  • Lederausstattung
  • elektrische Ergonomiesitze (geprüft durch AGR)
  • Sitzheizung und Sitzbelüftung
  • Tempomat
  • Lenkradfernbedienung
  • elek. abblendendender und verstellbarer Innenspiegel
  • IDS-plus Fahrwerk
  • Bluetooth-Freisprecheinrichtung
  • DVD-Player in den Kopfstützen
  • 8-fach bereift mit Reifendruckkontrolle auf Alufelgen
  • Standheizung mit Fernbedienung
  • Lichtautomatik
  • Wischerautomatik
  • 2-Zonen Klimaautomatik

Mängel:

  • Riss in der Stoßstange vorne und Kühlwasserverlust

Neuteile:

  • Wasserkühler
  • Thermostat
  • Zahnriemen
  • TÜV

Seit dem er zu Hause steht spielen wir natürlich täglich mit den Funktionen herum und finden ständig neue Verknüpfungen.

So wird z.B. sämtliche Einstellungen des Sitzes, Außenspiegel und Innenspiegel zu dem abschließenden Schlüssel gespeichert. Dies bedeutet, dass beim Aufschließen sich alles passend zum Fahrer einstellt. Besonders praktisch ist das bei extremen Größenunterschied zwischen den beiden Fahrern. Ebenfalls extrem praktisch ist das Herunterschwenken des rechten Außenspiegels beim Einlegen des Rückwärtsganges um den Bordstein besser beim Einparken zu sehen. Praktisch für Familien mit Kindern ist das selbst programmierbare Verschließen der Türen bei ab 12 km/h. Natürlich könnte man die hinteren Türen auch mit der Kindersicherung verschließen.

Aber nun zum Wesentlichen, dem Fahren

Mit dem starken Kühlwasserverlust sind wir nur das Nötigste gefahren, da wir eine weitere Beschädigung des Motors verhindern wollten. Nach der Reparatur (erscheint in ein paar Tagen hier auf Technikfreun.de) konnte es dann los gehen.

Die Sitze sind sehr bequem und lassen sich sehr gut auf den Fahrer einstellen, bieten aber wenig Seitenhalt, was bei dieser Autoklasse aber nebensächlich ist. Der Motor hat dank seines Hubraums von 3 Litern keine Anfahrschwäche wie seine kleinen Brüder und zieht vom Start weg sehr gut durch. Wir fahren ihn aktuell mit 250ml Zweitaktöl auf einen vollen Tank, was das typische Nageln um einiges reduziert hat. Die Automatik schaltet seidenweich und nur minimal schlechter als ein DSG-Getriebe in einem Passat CC (den konnte ich mit dem kleinen Diesel probefahren). Ich war schon sehr erstaunt, dass die Schaltvorgänge so ruckfrei ablaufen. Ich sehe in dem Getriebe keine Notwendigkeit irgendeiner Verbesserung. Der 6. Gang wird bei etwas über 100km/h eingelegt und sorgt für niedrige Drehzahlen und einen relativ geringen Verbrauch. Zum Verbauch müssen wir jetzte erst mal ein paar Kilometer fahren, ich werde diesen dann nachreichen.

Das Fahrwerk ist im Serienzustand schon schön straff. Allerdings fängt es an zu poltern, wenn man schnelle aufeinander folgende Bodenwellen überfährt. Im Sportmodus ist das Poltern zwar geringer aber das Fahrwerk natürlich deutlich härter. (Ich habe den Übeltätet des Poltern schon entdeckt. 190tkm hinterlassen ihre Spuren aber es wird die nächsten Wochen angegangen.) Was uns direkt zum umfangreichen Sport-Modus führt: Drückt man den Sport-Knopf so verstellt sich das Ansprechverhalten des Motors sowie die Lenkung und die Fahrwerksdämpfer. Hat man ein Fahrzeug mit Automatik, so schaltet auch sie im Sportmodus, was uns auch gleich zu einem Problem führt. Die Automatik fährt dann generell ein Gang tiefer als normal, was natürlich einiges ausmacht wenn man schnell wo vorbei will. Wer jedoch wie ich gerne im Sportmodus fährt (macht einfach mehr Spaß), der wird sich schnell ärgern, dass die Automatik einfach nicht mehr in den 6. Gang schaltet. Dies ist aber zu beheben indem man in den Tiptronic-Modus wechselt und dort den Gang einfach selbst wählt. Dann kann man auch auf der Autobahn bei niedrigeren Drehzahlen, aber im Sport-Modus fahren.

Alles in allem ein super Auto, zu einem super Preis das sich flott und bequem  fahren lässt und dessen Kauf wir bis jetzt nicht bereut haben.

11. Juni 2011 von Christian-Sebastian

 
 

Nie wieder einen Beitrag verpassen mit dem individuellen Benachrichtigungsservice!

 
 

Andere Artikel



Kommentare, Fragen und Tipps

10 Beiträge zu “Unser neuer: Opel Signum 3.0 cdti”

  1. Linus schreibt am 11. Juni 2011 um 20:50:

    Das Tagfahrlicht hätt ich auch erst einmal rausgeworfen. Irgendwie überzeugen die Nachrüstdinger nicht wirklich, finde ich.
    Schönes Auto 😀

  2. Christian schreibt am 23. Juli 2011 um 09:57:

    Vollausstattung, großer Diesel. Nice Car. Der Signum ist vom Design her auch sehr gelungen, was man von den anderen Opels damals ja nicht behaupten kann. Irgendwie sehe ich sie aber selten.
    Für mein Auto suche ich noch nach einer Nachrüstlösung für Tagfahrlicht. Was da aber so angeboten wird, ist oft so hässlich. Die Nachrüstsätze sind auch oft nicht gut – jedenfalls sehe ich unterwegs oft halb ausgefallene Leuchten.

  3. Linus schreibt am 23. Juli 2011 um 15:41:

    Hallo Christian(s),
    ich hab schon mal über Tagfahrlicht nachgedacht, das die normalen Scheinwerfer nutzt. Ein Vorschaltgerät steuert einige Sekunden nach dem Motorstart die Lampen des Abblendlichtes mit einer verminderten Leistung an. Dadurch entfallen hässliche Zusatzanbauten, die auch noch schnell kaputt gehen und oftmals auch noch falsch angebaut sind (siehe ECE R48: http://www.bmvbs.de/SharedDocs/DE/Anlage/static/ECE/r-48-beleuchtung-lichtsignaleinrich-tungen-kfz-pdf.html?nn=58354, Punkt 6.19.4 Anordnung). Wie allerdings die Haltbarkeit der anderen Lösung ist, weiß ich nicht…
    Schönes WE noch!

  4. Christian schreibt am 24. Juli 2011 um 09:00:

    Als ich mich damals damit beschäftigt hatte, waren diese Vorschaltgeräte in Deutschland noch nicht legal.
    Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen Positionslichtern und Tagfahrlicht. Erstere dürfen nur mit dem Abblendlicht gemeinsam leuchten und letztere müssen bei Abblendlicht abschalten. Viele Nachrüstsätze laufen als Positionsbeleuchtung und dürfen deshalb auch etwas anders verbaut werden.
    Aber hässlich sind sie bislang alle…

  5. Christian-Sebastian schreibt am 18. August 2011 um 07:47:

    Hi Linus und Christian,

    genau über diese Schaltgeräte bin ich auch gestolpert, habe aber auch kein legales gefunden. Probleme bekommt man dann natürlich bei Xenon, verminderte Leistung ist da nicht.
    Was ich auch noch gefunden habe sind Lampen, die gegen die Nebelscheinwerfer getauscht werden. Generell find ich das nicht schlecht aber zum Kauf anregen konnten auch die mich nicht! Man muss halt immer darauf auchten, dass es nicht billig wirkt. Und halb ausgefallene LED-Streifen sehen definitiv billig aus 🙂

  6. Die Technikfreunde » Zylinderkopfdichtung beim Opel Vectra / Signum Z30DT 3.0cdti selber wechseln schreibt am 08. Oktober 2011 um 22:43:

    […] zeige euch hier eine kleine Dokumentation meines Zylinderkopfdichtungswechsels am Opel Signum 3.0 cdti. Fehlerbild war bei mir der Verlust des Kühlwassers innerhalb der ersten 3 Kilometer über den […]

  7. weiß schreibt am 07. Dezember 2011 um 01:09:

    Habt ihr schon mal nachgefragt ob sich das Tagfahrlicht nachträglich programmieren läßt.
    Bei mir ging es mit den Nebellampen – die leuchten dann gedimmt, wenn der Motor läuft.
    Habe Signum Bj. 2003. So weit ich weiß, geht das bei allen Signums mit den TECH2

  8. Christian-Sebastian schreibt am 07. Dezember 2011 um 07:41:

    Ja, das habe ich jetzt schon öfters gehört, dass Opel das mit dem Tech2 kann. Habe aber noch kein Auto damit fahren sehn. Würdest du uns mal ein Bild davon machen? Mit dem Happylight-Modul kann man das auch ohne Opel machen, kostet allerdings um die 50 Euro.

  9. Sabine schreibt am 12. November 2013 um 14:15:

    Hallo
    kannst du mir vielleicht sagen wie man die Glühkerzenstecker
    vom Vectra C Caravan 3,0 Diesel ab bekommt?

  10. Christian-Sebastian schreibt am 13. November 2013 um 07:50:

    Hallo Sabine,

    meinst du den Anschluss direkt auf der Glühkerze? Das ist eine Mutter, einfach aufdrehen.

    Beim Hauptstecker pro Bank, einfach die Haltenase entriegeln. Diese ist aber sehr brüchig, also vorsichtig.

Hier kann man den Artikel kommentieren, eine Frage stellen oder etwas ergänzen.

Wir müssen uns aber ohne Angabe von Gründen vorbehalten, hier Hinterlassenes zu kürzen oder zu löschen.

Themenbereiche